

Die hier besprochene Studie kann durchaus Wirksamkeitsnachweis für die Misteltherapie beim fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsenkrebs verstanden werden:
Unter der Misteltherapie hat sich die Überlebenszeit fast verdoppelt. Auch die Lebensqualität hat sich deutlich verbessert, vor allem im Hinblick auf Schmerzen, Fatigue, Appetit- und Schlaflosigkeit. Die Patienten mit Misteltherapie verloren weniger an Gewicht und damit an Kraft – auch das trug vermutlich zum verlängerten Überleben bei.
Die Studie zur Lebensqualität wurde 2014 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Andere Studien aus 2012 hatten bereits ähnliche Ergebnisse erzielt. Das betrifft vor allem den Einsatz von Schmerzmitteln, der in der Mistel-Gruppe deutlich reduziert werden konnte.
In Tierversuchen hatten sich positive Hinweise darauf ergeben, dass der Mistelextrakt den Tumor in der Bauchspeicheldrüse verkleinern kann, wenn er direkt in die Geschwulst hinein gespritzt wird. Auch an Menschen bestätigte sich, dass die Krankheit damit vorübergehend zum Stillstand gebracht werden kann (zum Beispiel wenn keine Operation möglich war und eine Chemotherapie nicht sinnvoll erschien oder vom Patienten abgelehnt wurde). Es gibt dazu aber noch keine klinischen Studien. Die meisten Erfahrungen dazu liegen am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vor (Leitender Arzt der Gastroenterologie: Privat-Dozent Dr. Harald Matthes).
Zum Einsatz der Misteltherapie bei dieser Krebsart gibt es vor allem eine sehr gute Studie, die 2013 im European Journal of Cancer veröffentlicht, aber kaum beachtet wurde:
Von konventionellen Ärzte wird der Wert und die Aussagekraft dieser Studie massiv angezweifelt. Hier die wichtigsten Einwände und was die Autoren dazu sagen:
Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp
Junge, zwei- bis dreijährige Misteltriebe an einem Apfelbaum.