

Mistelextrakt kann alle Zellen des Immunsystems beeinflussen, ihre Vermehrung anregen oder die Zellen selbst aktivieren, das heißt, ihre Funktion verbessern. Das versteht man unter dem Begriff „Immunmodulation“.
Mistelextrakt aktiviert das Immunsystem: Es werden vermehrt Abwehrzellen gebildet. Dadurch nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems zu.
Mistelextrakt aktiviert Granulozyten, NK-Zellen und ruhende Makrophagen. Er erhöht die zytotoxische Aktivität der weißen Blutkörperchen, mit der Folge, dass die Blutzellen vermehrt fremde Zellen angreifen, möglicherweise auch Tumorzellen.
Alle diese Wirkungen sind überwiegend bei experimentellen Versuchen im Labor gefunden worden. Unklar ist, welche Konsequenzen diese Vorgänge konkret für die Kompetenz und Schlagkraft des Immunsystems haben.
Mistelextrakt aktiviert und moduliert das Immunsystem. Die meisten Immunzellen entwickeln sich aus den Stammzellen des Knochenmarks. Dazu gehören:
Bisher weiß man nur ungefähr, was passiert, wenn Mistelextrakt gespritzt wird: Die Granulozyten und Makrophagen reagieren als erstes und nehmen das fremde Pflanzeneiweiß auf. Sie verdauen es und präsentieren es den anderen Immunzellen, vornehmlich den T- und B-Zellen. Dabei werden Zytokine als Botenstoffe freigesetzt, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen – daher rührt die Rötung an der Einstichstelle der Mistelspritze! Die T-Helferzellen nehmen die Information auf, woraufhin die B-Zellen Antikörper gegen Mistellektin ausbilden.
Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp
Ein Mistelzweig um die Weihnachtszeit mit reifen Beeren.
Unter dem Mikroskop werden die Zellausstriche genau angeschaut und die Ergebnisse dokumentiert.
Auf Objektträgern ausgestrichene Blutproben werden zur weiteren Bearbeitung ...
... im Brutschrank bei bestimmten Temperaturen "bebrütet" und anschließend ausgewertet.